golf for business



Golfausrüstung

Golfregeln

    Übersicht Fachwissen

Home Fachwissen Golfregeln Fallbeispiele

Golfregeln: Fallbeispiele

Im Folgenden finden Sie einige Regelfälle, die auch auf einer Ihrer Runden immer wieder auftauchen können. Mit der Lektüre unserer Falleispiele sind Sie künftig bestens gerüstet.

Hindernis

Darf man die Pfosten eines Wasserhindernisses entfernen?

Ihr Ball landet im Wasserhindernis und kommt direkt an einem Pfosten, der die Begrenzung markiert zum Liegen. Da der Ball noch spielbar ist, wollen Sie den Pfosten aus dem Boden ziehen. Darf man das?
Ja. In der Regel sind solche Markierungspfosten bewegliche Hemmnisse und dürfen nach Regel 24-1 entfernt werden. Stecken Sie aber bitte den Pfosten an den alten Ort zurück. Übrigens: Ausnahmen von dieser Regelung müssen in den Platzregeln vermerkt sein.


Green

Darf man Beschädigungen der Lochkante ausbessern?

Sie stellen vor Ihrem Putt fest, dass der Flight vor Ihnen mit dem Fahnenstock die Lochkante beschädigt hat. Dürfen Sie diesen Schaden vor Ihrem Putt beheben?
Leider nein, denn man muss dieses Ausbessern als Berühren der Puttlinie werten. Nach Regel 16-1a ist dies nicht zulässig. Aber es gibt Ausnahmen: Sind die korrekten Abmessungen des Loches sehr deutlich verändert, müssen Sie die Spielleitung darüber informieren und diese sorgt für eine Korrektur. Ist dies allerdings nicht kurzfristig und im vertretbaren Rahmen nicht möglich, dürfen Sie den Schaden selber reparieren. Ganz anders sieht es aus, wenn der Schaden durch Balleinschlag entstanden ist. Diesen können Sie straflos sofort beheben.


Auslinie

Darf ein im Aus von einem Stein zurückgesprungener Ball weiter gespielt werden?

Sie schlagen Ihren Ball ins Aus, treffen dort aber einen großen Stein, von dem der Ball zurück aufs Fairway springt. Dürfen Sie diesen Ball weiterspielen?
Ja. Aus ist ein Ball nur, wenn er im Aus zum liegen kommt. Sie dürfen Aus-Flächen überspielen (Tigerline) und Bälle dürfen auch vom Aus ins Spielfeld zurückspringen. Glück gehabt.


Matchplay

Darf man seinen Gegener durch das Nennen einer falschen Schlagzahl täuschen?

Ihr Gegener beim Matchplay erkundigt sich am Grün nach Ihrer aktuellen Schlagzahl. Um ihn zu täuschen und z.B. zu einem riskanten Schlag zu verleiten nennen Sie eine falsche Schlagzahl. Darf man das?
Natürlich nicht. Regel 9-2 besagt ganz eindeutig, dass der Gegner im Lochspiel das Recht hat die genaue Schlagzahl zu erfahren. Wer hier vorsätzlich falsche Angaben macht, verliert das Loch sofort.


Green

Darf eine Pitchmarke auf dem Vorgrün ausgebessert werden?

Sie haben das Grün knapp verfehlt und müssen nun über Ihre eigene Pitchmarke zum Loch putten. Kann man da nicht dieses häßliche Loch einebenen?
Leider nein. Nach Regel 13-1 muß der Ball gespielt werden wie erliegt. Regel 13-2 verbietet sogar die Schaffung oder Beseitigung von Bodenunebenheiten.
Anders sieht es aus, wenn nachträglich ein Ball eines Mitspielers diese Pitchmarke produziert. Nach Regel 13-2/8 gilt: Ist das Balleinschlagloch erst entstanden, nachdem der Ball des Spielers zur Ruhe gekommen ist, so darf er das Balleinschlagloch nach Billigkeit ausbessern. Ihre Mitspieler sollen ja schließlich keinen Einfluß auf Ihr Ergebnis nehmen können.


Ball im Spiel

Ist ein wieder gefundener Ball im Spiel, auch wenn der Provisorische schon aufgehoben wurde?

Sie spielen aus schwieriger Lage einen Ball in einem Baum und weder Sie noch Ihre Mitspieler können sagen, wo Ihr Ball gelandet ist. Danach spielen Sie den ersten provisorischen Ball ins aus und den zweiten bekommen Sie nicht aus dem Rough. Entnervt heben Sie den letzten Provisorischen auf. Am Grün angekommen finden Sie aber Ihren ersten Ball, der wie durch ein Wunder den Weg durch den Baum gefunden hat. Ist dieser Ball noch der Ball im Spiel?
Glück gehabt! Da der erste Ball weder verloren noch im Aus war (siehe Regel 27-2) und auch die Prozedur der provisorischen Bälle korrekt durchgeführt wurde und auch keine 5 Minuten beim Ballsuchen verstrichen sind, ist Ihr erster Ball weiterhin im Spiel und Sie können von dort straffrei weiterspielen.


Golfschläger

Kann man einen an der Schlagfläche beschädigten Schläger austauschen?

Sie bei einen Schlag aus schrecklicher Lage Ihr Pitching-Wedge an der Schlagfläche beschädigt und auch der Lie-Winkel scheint nicht mehr zu stimmen. Dürfen Sie ihn während des Turniers austauschen?
Nach Regel 4-3 machen Beschädigungen der Schlagfläche und auch Veränderungen von Loft- oder Lie-Winkel einen Schläger noch nicht völlig unspielbar. Ersatz und Reparatur sind daher nicht gestattet.
Andes sieht es aus, wenn Sie in Folge eines Golfschlages, zum Beispiel in unmittelbarer Baumnähe, den Schlägerschaft durchbrechen. Diesen Schläger dürfen Sie ersetzen, da er fraglos unbrauchbar geworden ist. Entcheidend ist aber, das diese Beschädigung durch den regulären Golfschlag entstanden ist. Bei einem Probeschwung oder in Folge eines Wutausbruchs zerstörte Schläger dürfen nicht ersetzt werden. Es ist daher schon häufiger vorgekommen, dass auch Profi-Golfer ein Turnier ohne Putter zu Ende spielen mussten, weil sie diesen wütend zertrümmerten. Aber ein Holz 3 tut es mitunter auch.


Hindernis

Wieviele Strafschläge gibt es für das Aufsetzen des Schlägers?

Ihr Mitspieler versucht einen Schlag aus dem Wasserhindernis und setzt dabei - sichtlich nervös - immer wieder den Ball auf der Wasseroberfläche ab. Wieviele Strafschläge bekommt er dafür?
Nach Regel 13-4b bekommt man für das Aufsetzen des Schlägers im Wasserhindernis zwei Strafschläge. Da ja am Ende nur ein Schlag ausgeführt wurde, wird die Strafe auch bei mehrfachem Vergehen nur einmal gewertet.


Green

Gibt es einen Strafschlag für eine bewegte Ballmarke?

Sie haben Ihren Ball auf dem Grün markiert und beim Ausbessern einer Pitchmarke ewegen Sie jetzt Ihre Ballmarke. Müssen Sie sich dafür einen Strafschlag notieren?
Wenn das Bewegen der Ballmarke eine Folge des Ausbesserns der Pitchmarke gewesen ist, so ist dies nach Regel 16-1c absolut straffrei. Man muss nur die Marke wieder an den richtigen Ort zurücklegen.


Ball im Spiel

Darf man immer einen provisorischen Ball spielen?

Ein Mitspieler von Ihnen spielt jedes Mal wenn seiner Meinung nach ein Schlag misslungen ist, einen provisorischen Ball. Selbst wenn ganz ofensichtlich der Ball im Spiel ganz sicher wieder gefunden wird. Kann man nach Belieben einen provisorischen Ball spielen, auch wenn der Erste weder im Aus bzw. noch unauffindbar ist?
Ist der ursprüngliche Ball im Spiel in Richtung Aus geflogen oder an einer Stelle gelandet, wo er eventuell nicht wiedergefunden wird, so ist ein Golfspieler berechtigt nach vorheriger Ankündigung einen provisorischen Ball zu spielen. Er sollte es im Sinne eines zügign Spieles sogar tun. Einen provisorischen Ball ohne trifftigen Grund oder zu Übungszwecken zu spielen, kann für Mitspieler aber ganz schön nervig sein. Wenn aber ohne vernünftigen Grund ein provisorischer Ball gespielt wird, wird dieser unter Hinzurechnung eines Strafschlages zum neuen Ball im Spiel.
Übrigens: Ein Golfspieler darf mit seinen provisorischem Ball auch dann nicht weiterspielen, wenn der ursprüngliche Ball schlecht und der Provisorische traumhaft liegt. Ihm droht dann die Disqualifikation wegen Spielen eines falschen Balls.


Bunker

Darf man den Ball im Bunker unabsichtlich bewegen?

Ein Ball liegt im Bunker direkt an einer Harke. Beim Versuch die Harke zur Seite zu legen, rollt der Ball einige Zentimeter weg. Wie darf der Spieler weiterspielen?
Nach Regel 24-1a darf das Hemmnis, da der Ball nicht in oder auf dem Hemmnis liegt, fortbewegt werden. Bewegt sich dabei der Ball, so muss er an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Dies ist auch im Hindernis straflos, sofern das Bewegen des Balls unmittelbar auf das Fortbewegen des Hemmnisses zurückzuführen ist.


Golfschlag

Wird ein Golfschlag gezählt, auch wenn der Schläger sich in einem Baum verhakte?

Ihr Ball liegt im Gehölz. Beim Versuch den Ball zu schlagen verhaken Sie mit dem Schläger in einem Ast. Zählt dies als Golfschlag?
Ja, denn der Golfschläger wurde in der Absicht den Ball zu schlagen bewegt. Dafür ist es irrelevant ob man einen Luftschlag am Ball vorbei macht oder durch etwas, das nicht zum Spiel gehört (Ast) gehindert wird. Hier zählt allein die Absicht und man muss dies als Golfschlag zählen.


Bunker

Darf man außerhalb des Bunkers droppen?

Sie haben Ihren Ball vom Abschlag in einen tiefen Topfbunker geschlagen. Sie erklären den Ball für unspielbar, weil Sie wissen, dass Sie aus diesem Bunker nicht hinauskommen. Sie droppen den Ball auf der Linie Balllage - Fahne außerhalb des Bunkers. War das regelkonform?
Leider nein. Zwar darf ein Golfspieler seinen Ball im Bunker für unspielbar erklären, aber wenn er dabei das Hindernis verlassen will, muss er an die Stelle zurück, an der er den letzten Schlag ausgeführt hat. Beim Droppen innerhalb zweier Schlägerlängen oder in Verlängerung zur Fahne muss dies innerhalb des Bunkers erfolgen. In diesem Falle ist also ein Weg zurück zum Abschlag die korrekte Lösung, von dem aus mit dem dritten Schlag weiter gemacht wird.


Aus-Linie

Darf man Aus-Pfosten entfernen?

Ihr Ball liegt direkt an einem Aus-Pfosten und Sie werden durch diesen behindert. Dürfen Sie diesen jetzt herausziehen?
Leider nein. Auspfosten gelten als befestigt und dürfen nicht bewegt werden. Das Herausziehen des Pfostens war ein Verstoß gegen Regel 13-2 und hat zwei Strafschläge zur Folge.








Anzeige
Edelmetall
© 2016 golf for business - Die Inhalte dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, der Übersetzung und der Verwendung in elektronischen bzw. mechanischen Systemen behält sich der Urheber vor. Eine Nutzung der Texte bedarf unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung. Entsprechende Anfragen senden Sie bitte an info@golf-for-business.de
    © 2016 golf for business           Home      Seite druckennach oben


Verwandte Seiten:

Golfplatz
Golfgeschichte
Golfregeln
Golfliteratur

Mister Wong del.icio.us Google alltagz YiGG Webnews BlinkList Folkd Linkarena icio
Bookmarken bei
...

Golf Fachwissen

 


Nachgehakt

Aktuelle Umfrage Regelbuch

Jeder Golfer sollte stets ein Regelbuch im Bag haben, um bei kritischen Situationen die richtige Verhaltensweise nachschlagen zu können.

Haben Sie das Golf-Regelbuch bei Turnieren dabei?
Nein, besitze ich gar nicht.
Habe ich so gut wie nie dabei.
Vergesse ich nur selten.
Habe ich immer im Golfbag.


Nein, besitze ich gar nicht.
41
 Stimmen41
 Stimmen17.9%
Habe ich so gut wie nie dabei.
18
 Stimmen18
 Stimmen7.86%
Vergesse ich nur selten.
8
 Stimmen8
 Stimmen3.49%
Habe ich immer im Golfbag.
162
 Stimmen162
 Stimmen70.74%

Stimmen: 229 (100%)



Online

Fallbeispiele im Internet

Der DGV hat die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten (FAQ)zu den Golfregeln zusammengefasst:




Immer informiert

Bestellen Sie unseren Newsletter für Golfer





eintragen entfernen


Viva con Agua


Online-Trainingscenter

Der Golfclub Mudau hat ein Online-Trainingscenter eingerichtet, bei dem man typische Fragen der theoretischen Prüfung beantworten muss und am Ende eine Auswertung seiner Antworten erhält. Einfach mal ausprobieren:

DGV-Platzreifelizenz/Trainingscenter




 Wichtige Links


 Offizielle Golf-Websites
 Deutscher Golf Verband
 myGolf
 VcG
 PGA of Germany
 EAGPT e.V.

 Weiterführende Informationen
 Golf.de
 Deutsches Golf Archiv
 Deutsches Golfmuseum
 Golfika
 Wikipedia
 Cybergolf

 Golfmagazine im Internet
 golfsportmagazin
 Golf aktuell
 Golf Journal
 Golf magazin
 Golfparadise
 Golf plus
 Golf time
 fairways golf sport magazin
 Golfwelt
 Süddeutsche golf spielen
 foregolf.at

 Internationale Golfverbände
 Österreichischer Golf Verband
 Schweizer Golf Verband
 Spanischer Golf Verband
 Italienischer Golf Verband
 Französischer Golf Verband
 Portugiesischer Golf Verband




GolfportalGolfmagazin












Golfbegriffe (19):  Extra Day Score (EDS)

Vorgabenwirksam sind nur Wettspiele, sondern auch bestimmte Privatrunden. Europaweit einheitlich hat man sich darauf geeinigt, diese vorgabenwirksamen Privatrunden als "Extra Day Scores" (EDS) zu bezeichnen. Vorgabenwirksame Privatrunden dürfen jedoch nur Spielerinnen/Spieler einreichen, deren DGV-Stammvorgabe höher als -18,4 ist. Im Bereich der Clubvorgaben und der DGV-Vorgabenklasse 5 können beliebig viele Extra Day Scores im Jahr gespielt werden. In der DGV- Vorgabenklasse 4 jedoch nur so viele, wie im aktuellen Kalenderjahr bereits vorgabenwirksame Wettspielergebnisse durch eine Spielerin/einen Spieler erzielt wurden. Der jeweilige EDS kann generell nur dann als vorgabenwirksam anerkannt werden, wenn er auf dem Heimatplatz gespielt wurde (für VcG-Spieler gilt der Platz als Heimatplatz, auf dem die erste EDS-Runde des Jahres gespielt wurde), der Zähler Vorgabe -36,0 oder besser hat und sich der Spieler vor der Runde im Sekretariat registriert. Zu berücksichtigen ist, dass man sich auf EDS-Runden sowohl unterspielen als auch überspielen kann.

 

  Impressum      Kontakt      Mediadaten      Website weiterempfehlen

Surftipps:   MyGolf  -  Golfbekleidung  -  Deutschland spielt Golf  -  Golfshop  -  Golf App     8 User online

home
Sitemap

Lexikon
golf for business
golf for business
Golf Fachwissen


     Werbebanner durch
     

Golffakten
Golf bei Facebook
Golf bei Twitter